SHA-256 und SHA-512 mit exakt demselben Text
Geben Sie MultiVerto mit genau dieser Großschreibung und ohne Leerzeichen davor oder danach in das eingebettete SHA-256-Werkzeug ein. Der hexadezimale Hash beginnt mit ae71dfc48b890921 und endet mit c68938f7185915aa. Öffnen Sie danach das verlinkte SHA-512-Werkzeug und verwenden Sie dieselben zehn Zeichen. Dessen Ergebnis beginnt mit cacbdf4e6ceeaa77 und endet mit b71e458c3b7209d9. Es handelt sich um verschiedene Algorithmen, nicht um zwei Anzeigelängen desselben Werts. Weichen Ihre Ergebnisse ab, prüfen Sie die Eingabebytes: Ein mitkopierter Zeilenumbruch, ein Leerzeichen, andere Großschreibung oder eine andere Zeichenkodierung ändert den Hash. Die Website kodiert den eingegebenen Text als UTF-8, bevor der Browser ihn verarbeitet. Halten Sie für eine wiederholbare Prüfung den Algorithmus, die genaue Eingabe und einen möglichen abschließenden Zeilenumbruch fest. Aus einem Hash lässt sich der ursprüngliche Text nicht entschlüsseln.
Warum 64 beziehungsweise 128 Hex-Zeichen erscheinen
FIPS 180-4 legt für SHA-256 einen Ausgabewert von 256 Bit und für SHA-512 einen von 512 Bit fest. Ein Hexadezimalzeichen steht für vier Bit. Die übliche Schreibweise braucht deshalb 64 Zeichen für SHA-256 und 128 für SHA-512. Die zweite Zeichenfolge benötigt in dieser Darstellung doppelt so viel Platz. SHA-512 ist jedoch nicht SHA-256 mit angehängten Zeichen; auch die interne Berechnung unterscheidet sich. Beachten Sie das vom empfangenden System verlangte Format. Erwartet ein Manifest, eine API oder ein Datenbankfeld SHA-256, passt ein SHA-512-Wert selbst bei identischen Eingabebytes nicht. Verwechseln Sie einen reinen Hash außerdem nicht mit Formaten, die einen Algorithmusnamen, ein Salt oder eine Signatur ergänzen. Solche zusätzlichen Bestandteile haben jeweils eigene Regeln.
- Exakter Text: MultiVerto ohne Zeilenumbruch
- UTF-8-Bytes im Browser
- SHA-256 → 64 Hexadezimalzeichen
- SHA-512 → 128 Hexadezimalzeichen
Integrität anhand eines vertrauenswürdigen Hashs prüfen
Angenommen, der Herausgeber eines Downloads stellt einen vertrauenswürdigen SHA-256-Hash bereit. Berechnen Sie SHA-256 über die tatsächlichen Bytes der heruntergeladenen Datei und vergleichen Sie alle 64 Zeichen, nicht nur Anfang und Ende wie in unserem Beispiel. Stimmen die Werte überein, spricht das stark dafür, dass die verglichenen Bytes den angegebenen entsprechen. Mit SHA-512 funktioniert das nur, wenn auch der Referenzwert als SHA-512 bereitgestellt wird. MultiVerto berechnet hier den Hash des eingegebenen Texts. Für eine Datei benötigen Sie ein Werkzeug, das genau ihre Dateibytes verarbeitet; der Dateiname oder eine Textdarstellung reichen nicht. Beschaffen Sie den erwarteten Wert über einen vertrauenswürdigen Weg. Kann ein Angreifer Datei und Referenzwert gleichermaßen austauschen, bestätigt ein Hashvergleich ohne Schlüssel nicht die Identität des Herausgebers. Dafür braucht es beispielsweise eine digitale Signatur oder einen authentifizierten Kanal.
Sicherheit und Kompatibilität gemeinsam bewerten
Beide Verfahren sind standardisierte Funktionen der SHA-2-Familie. Eine Kollision bedeutet, dass zwei verschiedene Eingaben denselben Hash erzeugen. Ein abweichender Wert im Vergleich zu einer Referenz deutet dagegen gewöhnlich auf andere Eingabebytes oder einen anderen Algorithmus hin. Die längere Ausgabe von SHA-512 bietet einen größeren theoretischen Spielraum gegenüber Kollisionen, aber die Länge allein bestimmt nicht die Sicherheit eines Gesamtsystems. Wichtig sind auch Protokoll, erwartetes Format, tatsächliche Leistung und geltende Anforderungen. Tauschen Sie ein etabliertes SHA-256-Prüfsummenformat nicht bloß deshalb gegen SHA-512 aus, weil 128 Hex-Zeichen sicherer wirken. Entwerfen Sie einen neuen Ablauf, dokumentieren Sie den gewählten Algorithmus und testen Sie mit echten Daten. Ein direkter Vergleich eines SHA-256- mit einem SHA-512-Wert kann niemals zeigen, ob sich die Eingabe geändert hat: Die Ausgaben unterscheiden sich zwangsläufig.
Reine Hashwerte eignen sich nicht für Passwortspeicherung
Ein einfacher SHA-256- oder SHA-512-Hash lässt sich schnell berechnen. Das ist für Prüfsummen praktisch, erlaubt einem Angreifer nach dem Diebstahl einer Passwortdatenbank aber auch sehr viele schnelle Rateversuche. OWASP empfiehlt stattdessen speziell für Passwörter entwickelte adaptive Verfahren mit einem Salt, etwa Argon2id; Alternativen hängen vom Einsatzumfeld ab. SHA-512 zu wählen oder einen schnellen Hash zweimal anzuwenden macht daraus keinen geeigneten Passwortprüfwert. Hashen ist zudem keine Verschlüsselung: Es gibt keinen Schlüssel zum Entschlüsseln, doch vorhersehbare Eingaben lassen sich erraten. MultiVerto berechnet diese Texthashes lokal im Browser und lädt den Eingabetext nicht für die Umwandlung hoch. Geben Sie trotzdem keine echten Produktionspasswörter in einen Demonstrationsablauf ein, sondern verwenden Sie die freigegebene Passwortverwaltung Ihrer Anwendung. Speichern Sie den Algorithmusnamen zusammen mit jeder Prüfsumme, damit spätere Vergleiche sinnvoll sind.