Seemeile und Knoten trennen
Die internationale Seemeile ist exakt 1 852 Meter lang. Sie bezeichnet eine Strecke; ein Knoten bezeichnet dagegen eine Seemeile pro Stunde. Die Straßenmeile ist kürzer und misst etwa 1 609,344 Meter. Trotz des ähnlichen Namens sind die beiden Meilen daher nicht austauschbar. Im Knoten steckt die Stunde bereits; „Knoten pro Stunde“ würde normalerweise eine Beschleunigung beschreiben, nicht die Geschwindigkeit selbst. In See- und Luftfahrt passen Seemeilen zu Karten und Navigation. Anzeigen in mph oder km/h beschreiben ebenfalls eine Geschwindigkeit, verwenden aber eine andere Längeneinheit.
Eine zweistündige Fahrt durchrechnen
Ein Schiff fährt angenommen zwei Stunden lang mit gleichbleibenden 10 Knoten über Grund. Zehn Seemeilen pro Stunde mal zwei Stunden ergeben 20 Seemeilen. Der Streckenumrechner zeigt 20 × 1,852 = 37,04 Kilometer. Unabhängig davon sind 10 Knoten genau 18,52 km/h oder nach Umrechnung der Kilometer in Straßenmeilen etwa 11,51 mph. Teilen Sie 37,04 km durch 18,52 km/h, erhalten Sie wieder zwei Stunden. Das prüft die Rechnung, setzt aber ausdrücklich voraus, dass die mittlere Geschwindigkeit über Grund während der ganzen Fahrt unverändert blieb.
- 10 kn = 10 Seemeilen pro Stunde
- 2 Stunden → 20 Seemeilen
- 20 Seemeilen = 37,04 km
Die Bezugsgröße des Messgeräts prüfen
Ein Boot kann Fahrt durchs Wasser anzeigen, während ein GPS-Empfänger Geschwindigkeit über Grund meldet. Durch Strömung unterscheiden sich beide Werte, obwohl die Geräte korrekt arbeiten. Wind, Kursänderungen, Verkehrsregeln und Stopps machen aus einer momentanen Anzeige ebenfalls keine verlässliche Ankunftszeit. Ermitteln Sie zuerst den Bezug der Messung und rechnen Sie erst dann die Einheit um. Ein Einheitenrechner ändert den Zahlenmaßstab, gleicht aber keine Strömung aus und macht aus einem Augenblickswert keinen Durchschnitt. Für eine Planung benötigen Sie eine geeignete erwartete mittlere Geschwindigkeit über Grund und einen eigenen Spielraum für die Bedingungen.
Einheiten in sinnvoller Reihenfolge wechseln
Soll eine Kartenstrecke mit einem metrischen Bericht verglichen werden, wandeln Sie Seemeilen in Kilometer um. Für einen Vergleich mit einer Straßenanzeige rechnen Sie Knoten zunächst in km/h und nur bei Bedarf weiter in mph. Notieren Sie beide Angaben, etwa „10 kn (18,52 km/h)“, damit die Ausgangseinheit erkennbar bleibt. Für eine Fahrzeit muss die Strecke durch eine Geschwindigkeit mit derselben Streckeneinheit pro Stunde geteilt werden. Also liefern 20 Seemeilen geteilt durch 10 Knoten zwei Stunden; 37,04 km geteilt durch 18,52 km/h ebenso. Die direkte Kombination von 20 Seemeilen und 18,52 km/h ist rechnerisch nicht passend.
Nur sinnvoll genaue Ergebnisse angeben
Umrechnungsfaktoren sind genau definiert, doch gemessene Geschwindigkeit ist oft nur näherungsweise bekannt. Ein Display mit ganzen Knoten rechtfertigt keine Ankunftsprognose auf die Sekunde. Für eine Überschlagsrechnung sind 10 Knoten ungefähr 18,5 km/h und 20 Seemeilen ungefähr 37 km. In einem technischen Protokoll sind mehr Stellen nur dann hilfreich, wenn die Eingangsdaten sie tragen. Klären Sie zudem, ob eine nicht näher bezeichnete „Meile“ eine See- oder Straßenmeile meint. Probieren Sie unten die Umrechnung der Geschwindigkeit aus und prüfen Sie die Strecke mit dem verknüpften Rechner.
Bei der Fahrzeitplanung unterscheiden Sie zwischen der direkten Entfernung zweier Punkte und der tatsächlich geplanten Route. Umwege, Sperrgebiete und Kurswechsel verlängern die Strecke, auch wenn der Umrechnungsfaktor gleich bleibt. Besteht die Fahrt aus mehreren Abschnitten, addieren Sie deren Seemeilen und schätzen die Dauer mit einer passenden Geschwindigkeit je Abschnitt. Der einfache Mittelwert zweier momentaner Anzeigen ist kein korrekter Gesamtmittelwert, wenn die Abschnitte unterschiedlich lange dauern. Schreiben Sie die Einheit an jeden Rechenschritt.